Miserables Marketing bei SoftMaker

Keinen Schimmer

… mit scharfem Senf, bitte!

Miserables Marketing bei SoftMaker

Old-School, aber damit leicht und intuitiv bedienbar. Prinzipiell macht SoftMaker alles richtig. Mit der Integration von Duden, Thesaurus und weiteren Rechtschreibprüfungen hebt sich die Textverarbeitung nicht nur ab, sondern macht sich geradezu unverzichtbar.

Statt 100 Euro bzw. 50 als Upgrade, sollte es jetzt nur knapp 35 Euro kosten. Trotz immens knappen Budgets schlug ich zu. Weder brauchte ich die zusätzlich offerierte Power-Bank, noch Tabellen- und Präsentations-Mist, mir reichte als Autor die Schreibunterstützungen.

Doch nur kurz darauf erreichte mich eine Mail, dass die Auszubildenden jetzt den Preis festlegten und man zu schlagen sollte, bevor die Chefs es mitbekommen. Der Preis jetzt? 29 irgendwas Euro, allerdings eine Lizenz für 3 PCs!

Was scheinbar als Gag empfunden wurde, lässt mich das Blut in den Adern gefrieren. Scheiß doch auf die Power-Bank, wenn ich Windows-PC und Linux-Notebook viel günstiger hätte abdecken können. Nennt man das nicht Rohrkrepierer? Ich nenne es auf jeden Fall ein klassisches Eigentor.

Inzwischen gab es diverse weitere Aktionen. Mir scheint, SoftMaker geht die Luft aus und steht kurz vor dem Exitus. Das liegt wahrscheinlich an deren desolatem Marketing, dass jeden Trend verschläft.

Vor Jahren öffnete sich der Markt für Autoren, Selfpublishing wuchs exorbitant. Hat man die Zeichen erkannt? Nö. Keine abgespaltene Version des Schreibprogramms. Keine hilfreiche Erweiterungen für Autoren. Dabei brauchte man nicht mal selbst den Grips anstrengen. Mit FocusWriter und Scrivener existieren bewährte Programme zum abgucken.

SoftMaker hätte sich hier abheben können – wenn dieser Konjunktiv nicht wäre …

Ich spare mein Geld lieber für Patchwork.


24.09.2016 | Tags: #Marketing #SoftMaker

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