Staatlich geförderte Krankheiten

Keinen Schimmer

… mit scharfem Senf, bitte!

Staatlich geförderte Krankheiten

Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und viele andere natürlichen Bestandteile sind gesund, das weiß schon jedes Kind, auch wenn nicht alles gleich gut schmeckt. Dass man davon ausreichend genug über die Nahrung aufnimmt und keine Ergänzungsmittel nötig sind, dürfte allen Erwachsenen bekannt sein. Das die natürlichen Bestandteile in Gemüse, Obst und Co. seit einigen Jahren durch Überzüchtung und Monokulturen geringer werden, wird inzwischen auch einem Großteil zu Ohren gekommen sein.

Könnte es hier ebenso um die Verteilung staatlicher Subventionen für die Landwirtschaft gehen, also den Anfang der Nahrungskette, soll dessen Ende das Thema sein. Nimmt auch der Nährstoffgehalt in den Lebensmitteln ab, reicht es noch für ein gesundes Essen – solange man es sich leisten kann. Womit der Kern offen liegt.

Meist geht es gar nicht um das Wollen, sondern es hapert am Können. Millionen Menschen sind abhängig von den Zuwendungen, die ihnen von Vater Staat zugeteilt werden. Ist er damit bereits ein fürsorglicher Vater? Obwohl er weiß, dass er neue Probleme schafft, die viel umfangreicher und langfristiger wirken? Hat er damit seine Schuldigkeit erledigt? Ist sein "kümmer dich selbst, wenn du mehr willst" die richtige Einstellung, reicht das als Vorbildfunktion?

Oder verhält es sich nicht so, dass die Verantwortlichen Folgen und Zusammenhänge bewusst ignorieren?

Millionen Menschen, die mit ALG II (Hartz IV) oder Sozialhilfe auskommen müssen, existieren nur am Rande, weil sie aus den zu präsentierenden Statistiken rausgerechnet werden, kämpfen aber an mehreren Fronten gegen die unweigerlichen Folgen des von anderen festgelegten Existenzminimums. Denn wer das Pech hat etwas Länger in diesem System festzustecken, sieht sich mit einer Reihe an Krankheiten konfrontiert, die somit als staatlich geförderten Krankheiten durchaus korrekt bezeichnet sind.

Die Infizierung mit einer dieser Krankheiten lässt sich kaum vermeiden. Meist werden Betroffene von gleich mehreren heimgesucht. Diese stattliche Gruppe an Menschen, ich betone dieses noch mal, Menschen, werden geradezu Krank gemacht. Folgerichtig verursachen sie Kosten, die aber scheinbar ignoriert werden. Ebenso folgerichtig ist, dass diese vermeidbar wären.

Krankheiten

Aus der Einleitung ergibt sich die Ernährung als ein Knackpunkt. So sehr Jemand auch Willens ist, von den zugewiesenen Gelder kann sich Niemand ausreichend gesund ernähren. Nach dem Schulnotensystem bleibt da nur eine ungenügende oder gar mangelhafte Ernährung übrig. Über viele Tage Nudeln mit Ketchup, Reis mit gerösteten Zwiebeln aus der Tüte oder Bratkartoffeln mit Spiegelei, machen gerade mal satt, hat aber kaum erwähnenswertes an Nährwerten. Am ehesten nimmt man sogar noch zu viel Salz auf, was wiederum schädigend ist. Unvermeidlich bahnen sich Mangelerscheinungen ihren verheerenden Weg. In welchen Krankheiten sie Enden, unterscheidet sich natürlich von Person zu Person. Viel wichtiger ist aber die Frage, sind sie womöglich irreversibel, nicht umkehrbar, bleiben also dauerhaft?

Doch am Schwersten wirken sich die psychischen Folgen aus. Depressionen kriechen in jeden Abhängigen früher oder später hinein. Unbemerkt schleichen sie sich an und nimmt man sie wahr, ist es zu spät. Und da brauchen wir uns nichts vormachen, Depressionen sind schlimm! Wer Betroffene mit einem, Nun hab dich nicht so, nicht Ernst nimmt, ist ein ausgemachter Idiot; nein, ein ausgemacht dummer Idiot.

Zuerst existiert man als Abhängiger nicht mehr, um die offiziellen Statistiken nicht zu vernageln. Dann wird man von der Gesellschaft als Schmarotzer ausgegrenzt. Als nächstes kämpft man mit körperlichen Unzulänglichkeiten, die einem durch die unzureichende Ernährung geradezu aufgezwungen werden. Um letztlich von einer Depression aufgefressen zu werden. Alles völlig kostenlos auf Staats-Rezept verordnet.

Kurzsichtig

Zu allem Überfluss wird erwartet, dass man Top-Fit bereit steht, wenn der Staat seine Macht ausspielt. Von den Wehrlosen und Schwachen zu fordern, ist die letzte und einzige Bastion, wo sich die Politiker noch stark fühlen. Dass es gar nicht genug Arbeit mehr gibt, wird ignoriert. Dass es sogar noch weniger werden wird, wird vorsätzlich verschwiegen. Dass nach ausländischen Fachkräften gerufen wird, ist ein erbärmliches Eigentor, was natürlich nicht anerkannt wird. Politik für die hohle Hand. Alles nur Schönfärberei. Hilfloser Aktionismus, um möglichst wieder gewählt zu werden, weil sich Luftnummern und Machtspielchen nur in der Politik zusammenfinden.

Politiker richten seit Jahren einen derart immensen Schaden an und das auch noch vorsätzlich, dass eigentlich Alle hinter Gitter gehörten, aber nicht in die Schaltzentrale der Macht. Für Veränderungen bedarf es wirklich nicht viel, was es umso trauriger macht. Etwas mehr Rundumblick und Weitsicht, würde schon genügen, aber leider hapert es bereits am Willen, vielleicht auch am Können, was umso Besorgniserregender ist. Der Politik kann nur eine Untauglichkeitsbescheinigung ausgestellt werden.

Ergebnis

Krank auf staatlicher Verordnung. Daher kann eine Sanierung nur auf Staatskosten geschehen. Diese Belastungen sind vermeidbar. Ein neuer, frischer Wind in den schimmligen Reihen ist unbedingt notwendig.

Geht im September wählen, aber lasst es nicht beim Alten!


16.06.2017 | Tags: #Abhängig #Politik #Unfähig

Rubriken

Irrsinn
Krass
Schleierhaft
Unerwartet


Seiten

Impressum
Rechtliches
Domainverkauf
Sitemap


Mehr


Cookies

Auf dieser Webseite werden BesucherInnen nicht mit Cookies belästigt.


© 2016 – 2018 bei Keinen Schimmer